Auf dem Weg nach St. John's
- 30. Juni 2017
- 2 Min. Lesezeit
Frühmorgens ging es dann los. Angelika, Mathieu und Bruno brachten mich mit Gepäck und Fahrrad zum Flughafen. Ich hätte verschlafen, hätte Angelika uns nicht geweckt, da ich den Wecker falsch gestellt hatte. Nach kurzer Hektik waren wir dann aber unterwegs. Am Flughafen wurde das Fahrrad demontiert, in eine Kartonschachtel verpackt und alles problemlos eingecheckt. Einen Kaffee zusammen trinken und Abschied nehmen. Nun bin ich auf mich alleine gestellt. Wie erwartet wurde mein Handgepäck bei der Sicherheitskontrolle auseinander genommen. Meine Brennstoffflaschen gaben zu reden. Sie waren zwar leer, rochen aber noch nach Reinbenzin. So habe ich die Instanzen bis zum Sicherheitschef kennengelernt, der dann aber bestätigte, dass sich hier keine Gase mehr entwickeln können. Dann war da noch der Inbusschlüssel (oder Imbus…) für die Pedalen wieder zu montieren. Länger als 5 cm gilt er als Waffe. Auch hier konnte ich mich erfolgreich wehren und der Schlüsssel durfte reisen. Aber mein Feuerzeug (mit Schweizerkreuz) hat es nicht geschafft.
Businessclass Lounge, Businessclass Flug – sehr bequem. Gut essen, gut schlafen und im Nu war ich in Toronto. Obwohl ich hier vier Stunden warten musste, verging die Zeit

im Nu und die letzte Etappe nach Neufundland war dann mit nochmals drei einhalb Stunden kurz. Seen und Wälder, ab und zu eine Strasse, Buchten und Klippen und die ersten Eisberge – hier werde ich die nächsten Wochen unterwegs sein.
Der Lenker war im Nu wieder moniert (muss dann aber nochmals genauer justiert werden). Aber das Vorderrad wollte nicht passen. Im grünen Büechli war noch die Gebrauchsanweisung von Bruno. Schraube lösen, Dynamo richten etc. Schraube lösen, kein Problem. In die Bremsscheibe einfahren – kein Problem. Aber Dynamo richten?? In der Not versuchte ich Bruno zu erreichen. Aber der schlief tief und fest. Na ja, irgendwie ging es und ich werde es noch von einem Velomechaniker überprüfen lassen. Und dann hat das GPS nicht funktioniert. Aber es gibt ja noch Taxis. Also Velo wieder abladen und mit dem Taxi ins Hotel, das vorgebucht war und zuerst mal schlafen.




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