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Von Holyrood nach Long Pond

  • 3. Juli 2017
  • 2 Min. Lesezeit

Der Trail wird immer schlechter. Ich treffe unterwegs Massimo aus Italien, der als Wanderer den Trail macht. An einem Gurt hat er sich einen Anhänger befestigt und er war flott unterwegs. Es ist mir bis jetzt wirklich noch nie passiert, dass ich von einem Wanderer überholt wurde. Eigentlich gab nicht viel zum Jammern. Es gibt viel zu sehen. Die Landschaft ist traumhaft. Kaum drehte der Trail ins Inland, wurde er zum Spielplatz für ATV (Squads) Fahrzeuge. Die heizen mit viel Spass durch Löcher und Pfützen. Der Zustand des Trails wird dadurch immer schlechter. Fahren ist nicht mehr möglich. Ich darum auf die Strasse ausgewichen. Anfangs ging dies sehr gut, aber dann kamen immer mehr Steigung dazu. Bei der Auffahrt zum Transcanada Highway traf ich Steve und Tanja. Die waren auf dem Weg nach Argentia und boten mir an, mich 40km auf dem Transcanada Highway mitzunehmen. Sie erzählten, dass der Trail vor 15Jahren gebaut worden war und dass seitdem nichts mehr gemacht wurde. Es fehle überall an Geld. Eigentlich verständlich, dass hier nichts in die Renovation inverstiert wurde, nur um ein paar durchgeknallte Europäer zu erfreuen. Aber landschaftlich ein Traum. Wasser, Sumpf und Heidelandschaft – Blumen ohne Ende. Aber der Trail ist unpassierbar. Ich bin also zu Fuss unterwegs. Es gibt eigentlich nur 3 Möglichkeiten die 850km bis Port aux Basques zu schaffen. Auf dem Trail das Fahrrad zu schieben – Heimkehr so um Weihnachten, auf dem Trans Kanada Highway zu fahren – Heimkehr fraglich. Oder die Route zu ändern, nach Süden abzudrehen und die Fähre ab Argentia nach Nova Scotia zu nehmen. Es dauerte noch ein paar Kilometer, bis ich mich zu dieser Variante durchgerungen habe. Eisberge adieu. Was solls.

Unterdessen war es schon abends. Ich habe mir ein Plätzli zum Zelten gesucht, als Mike auf seinem Squad angehalten und gefragt hat, ob ich nicht bei ihm auf dem Rasen zelten wolle. Was für eine Frage. Zelt wurde wieder eingepackt, eine halbe Meile zurück und schon hatte ich den komfortabelsten Zeltplatz direkt am See mit Stromanschluss.

mein Zeltplatz mein Schwimmbad

 
 
 

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Ich geniesse die Freiheit mit dem Fahrrad die Welt zu erkunden - alleine oder mit meinem Partner Bruno.

Der Weg ist das Ziel....

Silvia Hess

 

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