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Ruhetag in Edmundston

  • 23. Juli 2017
  • 2 Min. Lesezeit

Der freie Tag. Lange Ausschlafen war nicht möglich. Die Sonne weckte mich wie immer. Aber noch liegen bleiben und den Vögeln zu lauschen, ist auch etwas wert. Nach dem Frühstück war dann reparieren angesagt. Es ist unglaublich, aber ich muss jeden Morgen diverse Schrauben anziehen. Am Heikelsten ist der Fahrradständer. Aber auch die Fronttaschen leiden, die Schrauben am Lenker, am Rad usw. Gestern konnte ich in einem Baumarkt die fehlende Schraube der Frontrollertasche kaufen. Jetzt ist alles wieder montiert und das Fahrrad sauber (einigermassen) geputzt.

Einkaufen ist für mich eine echte Herausforderung. In den grösseren Städten (wie Moncton, Fredericton) hat es bei den Autobahneinfahrten grosse Shoppingcenters. In der Dörfern stehen die ehemaligen Grocerieshops alle leer. Nur Garagen, Autowerkstätten, Coiffeur- und Beatysalons haben überlebt. Ist man mit dem Camper unterwegs, kein Problem. Dann fährt man halt noch kurz mal 20 – 30 km hin, kauft ein und bunkert es im Auto. Mit dem Fahrrad ist dies zu weit und allzu gross einkaufen kann ich auch nicht, da sonst das Fahrrad zusammenbricht oder ich, wenns bergauf geht.

Die Campingplätze sind fest in den Händen von Senioren. Die fahren mit ihren riesigen Wohnmobilen oder Camper im Frühling von Süden nach Norden und im Herbst umgekehrt. Die meisten reisen rastlos von Campingplatz zu Campingplatz. Hund und Katzen sind dabei, manchmal auch der Kanarienvogel. Wenn es kein Pick-up ist, den man abkoppeln kann, ist das Auto hinten am Camper angehängt und die Harley darf ja auch nicht fehlen.

Die meisten haben keinen festen Wohnsitz mehr. So bezahlt man keine Steuern. Aber das Benzin sei hier in Kanada so teuer und die Fahrzeuge sehr durstig. So bin ich mit meinem Minizelt ein richtiger Exot. Es würde mich sehr wunder nehmen, wie es weitergeht, wenn ein Partner krank und hilfebedürftig wird oder stirbt. Es gibt dann keine soziales Netzwerk, das trägt. Im besten Fall ist es die Familie, die trägt. So könnte dann die soziale Unverbindlichkeit sehr negative Folgen haben.


 
 
 

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Ich geniesse die Freiheit mit dem Fahrrad die Welt zu erkunden - alleine oder mit meinem Partner Bruno.

Der Weg ist das Ziel....

Silvia Hess

 

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