Von Princeville bis Windsor
- 1. Aug. 2017
- 1 Min. Lesezeit
Ein weiterer Tag auf ehemaligen Bahnstrecken. Die Bahnhöfe sind wieder hergestellt und mit Blumen verziert. Meistens ist ein Informationsbüro drin. Auskünfte über Campingplätze, Restaurants oder touristischen Highlights sind zuverlässig und gut. So wurde mir in Danville der städtische Zeltplatz von Windsor empfohlen. Die Etappe mit 80

km erschien mir sehr sinnvoll. Ich habe mich noch etwas verfahren und bin in Richmond gelandet. Hier ist der Bahnhof in ein Restaurant umfunktioniert. Warum denn nach mehreren Hundert Kilometer auf den Bahnstrecken nicht einmal in einem Bahnhofsrestaurant essen. Zeit hatte ich mehr als genug. Also rein und die „Chefs choix“ bestellt. (Hühnersuppe, Ragout mit Kartoffelstock, Brotpudding als Dessert). Unterdessen sind schwarze Wolken aufgezogen. Also nichts wie weiter. Die ca. 20 km, die noch blieben hatten es dann aber in sich. Seit langem wieder Hügel auf und Hügel runter, dem St. François Fluss entlang. Kurz vor Windsor fielen die ersten Tropfen. Wie könnte es anders sein: Der Campingplatz war oben auf dem Hügel. Und oh Schreck: Die Reception geschlossen. Ich suchte die Telefonnummer und rief an. Eine Stimme vom Band forderte mich auf die Telefonnummer zu hinterlassen. Ich werde zurückgerufen. Natürlich nicht. Nach einer Stunde versuchte ich es nochmals. Ein Gast vom Campingplatz kam und erklärte mir, dass am Montag die Reception geschlossen sei. Die Stadt habe Personalmangel, darum sei niemand hier. Ich solle mir einen Platz nehmen und am Morgen dann bezahlen. Ich sei aber unterwegs bevor jemand komme. Sie zuckte mit den Schultern und sagte: „Das ist doch nicht ihr Problem. Die Stadt kann damit leben und ich auch.




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