Vom Nationalpark Mont Orford nach Granby
- 3. Aug. 2017
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Seit Sherbrooke fahre ich auf einem Teil des Great Trails, der lokal den Namen „La montagnarde“ trägt. Ich habe nach einer Alternative gesucht, da ich keine Lust auf Berge hatte. Die Alternative wäre aber nur der Seitenstreifen des Highways gewesen. Schon alleine der Besuch des Nationalparks mit dem romantischen Zeltplatz war die Bergtour wert. In der Nacht bekam ich Besuch von einem Waschbären. Bei jedem Stellplatz hatte es eine Metallkiste für die Lebensmittel. Ich hatte sie wie immer unter dam Campingtisch versorgt und nun versuchte dieser freche Kerl, mir meine Vorräte zu klauen. Aber kaum hatte er bemerkt, dass ich wach war, war er schon weg.
Die meiste Zeit konnte ich im Wald fahren. Es hatte zwar einige bemerkenswerte Steigungen. Aber schon allein die Aussicht aufs Tal war wunderschön. In Waterloo war Mittagspause. Jetzt wurde es wieder flacher. Im Gegensatz zu Napoleon habe ich die Schlacht gewonnen. Wieder fahre ich auf einem Bahndamm, links und rechts ausgedehnte Sumpffelder. Hier wäre es unmöglich, vom Fahrradweg in die Büsche zu verschwinden. Aber ca. alle 5 km kommen gut ausgebaute Rastplätze und viele haben Biotoiletten. Das einzige, was fehlt, sind die Beizli. Aber so komme ich wenigstens vorwärts. Die Steigungen haben viel Kraft gekostet. Am Lagerfeuer brutzelt jetzt mein Steak. So wird denn morgen der Energiehaushalt wieder in Ordnung sein.





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